Wie viel Strom braucht ein 3D-Drucker
Wähl deinen Drucker, sag ihm, wie viele Stunden du druckst und was du pro kWh zahlst. Du siehst die Kosten eines Drucks, des Monats und des Jahres.
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So funktioniert es
- 1. Dein DruckerModell wählen, die mittlere Druckleistung trägt sich ein.
- 2. Deine StundenDie Druckzeit und wie viele Drucke du im Monat machst.
- 3. Deine RechnungKosten pro Druck, pro Monat und pro Jahr mit deinem echten Tarif.
Was ein 3D-Drucker wirklich verbraucht
Die Rechnung ist kurz: kWh = mittlere Leistung in Watt ÷ 1.000 × Druckstunden, und die Kosten sind dieser Verbrauch mal dem, was du pro Kilowattstunde zahlst. Bei einem Drucker mit 120 W und fünfeinhalb Stunden kommen 0,66 kWh heraus, das sind bei 0,15 €/kWh zehn Cent. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, die mittlere Leistung zu treffen, nicht in der Formel.
Mittlere Leistung, nicht Spitzenleistung
Auf dem Karton des Druckers steht die Leistung des Netzteils: 350 W, 500 W, manchmal mehr. Diese Zahl ist nicht, was er beim Drucken verbraucht, sondern das Maximum, das er ziehen kann. Die echte Spitze liegt in den ersten Minuten, während das Heizbett auf Temperatur kommt; danach muss das Bett nur halten und der Verbrauch fällt stark. Der Mittelwert eines langen Drucks liegt meist zwischen 80 und 250 W: näher an 80 bei einer kleinen Maschine ohne großes Bett, näher an 250 bei einem geschlossenen Drucker mit 300-mm-Bett, der ABS druckt.
Was den Verbrauch hochtreibt
- Das Heizbett. Mit Abstand der größte Posten. Ein Bett mit 60 °C für PLA braucht viel weniger als eines mit 100 °C für ABS.
- Die Größe des Betts. 300 × 300 mm zu heizen kostet dreimal so viel wie 180 × 180 mm.
- Geschlossen oder offen. Eine geschlossene Maschine hält die Wärme und braucht im Betrieb am Ende weniger als eine offene bei gleicher Temperatur.
- Die Raumtemperatur. In einer Garage mit 5 °C im Winter schießt der Verbrauch hoch.
Ordne es ein, bevor du dir Sorgen machst
Jeden Tag 3 Stunden mit einer 120-W-Maschine zu drucken sind rund 11 kWh im Monat: unter 2 € bei einem Tarif von 0,15 €/kWh. Ein 3D-Drucker für zu Hause verbraucht ungefähr so viel wie ein Desktop-Rechner mit großem Bildschirm und weit weniger als ein Backofen, ein Ceranfeld oder ein Heizlüfter. Was in einer Werkstatt wirklich weh tut, ist nicht der Strom: es sind die Maschine, das Filament und die Arbeitsstunden — und das rechnet der Kostenrechner für den 3D-Druck aus.
Wie du deinen Drucker richtig misst
Ein Steckdosen-Messgerät kostet etwa 15 € und liefert dir die genaue Zahl deiner Maschine, mit deinem Material und deiner Raumtemperatur. Lass es einen ganzen langen Druck stecken, teile die gesamten kWh durch die Stunden und du hast deine echte mittlere Leistung. Trag diese Zahl oben statt des Richtwerts ein, und die Rechnung ist keine Schätzung mehr.
Wenn du wissen willst, was das ganze Teil kostet — Kunststoff, Maschine, Fehldrucke und deine Zeit —, schau in die Tabelle, was 3D-Drucken kostet, mit zwanzig typischen Teilen, die schon durchgerechnet sind.
Häufige Fragen
Wie viel Strom verbraucht ein 3D-Drucker im Monat?
Bei 3 Stunden Druck am Tag mit im Mittel 120 W etwa 11 kWh im Monat: rund 1,60 € bei einem Tarif von 0,15 €/kWh.
Unter Volllast, 12 Stunden am Tag, wären es rund 43 kWh und etwa 6,50 € im Monat.
Wie viel Watt braucht ein 3D-Drucker?
Im Mittel zwischen 80 und 250 W während des Drucks, je nach Bettgröße, Temperatur und ob die Maschine geschlossen ist.
Die Spitze in den ersten Minuten, während das Bett heizt, kann doppelt so hoch sein, dauert aber kurz und fällt kaum ins Gewicht.
Ist es teuer, über Nacht drucken zu lassen?
Ein Nachtdruck von 8 Stunden mit im Mittel 120 W sind 0,96 kWh: etwa 14 Cent. Bei einem Zeittarif ist die Nacht meist noch günstiger.
Der Grund, ihn nachts nicht allein laufen zu lassen, ist die Sicherheit, nicht der Verbrauch.
Braucht PLA oder ABS mehr Strom?
ABS deutlich mehr, weil das Bett auf 100-110 °C statt auf 60 °C muss und meist in geschlossenen Maschinen mit mehr Stunden pro Teil gedruckt wird.
In der Praxis kann dasselbe Teil in ABS 40 % bis 80 % mehr Strom brauchen als in PLA.
Sind Maschine und Filament hier mit eingerechnet?
Nein. Diese Seite ist nur der Stromanteil.
Für die kompletten Kosten eines Teils (Kunststoff, Abschreibung des Druckers, Fehldrucke und deine Arbeit) nimm den Kostenrechner für den 3D-Druck.
Woher kommen die Wattzahlen der einzelnen Drucker?
Es sind geschätzte Druck-Mittelwerte auf Basis von Bettgröße und Bauart, keine offiziellen Herstellerangaben und keine Aufheizspitzen.
Das Feld lässt sich immer ändern: wenn du deinen Drucker mit einem Steckdosen-Messgerät misst, trag deine Zahl ein und der Wert stimmt genau.
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